Carsten Sebastian Henn- Birne sucht Helene

eine kulinarische Liebesgeschichte

Eli hat das Chaos-Gen und bisher mit Männern wenig Glück. Paul lebt von Cornflakes und Cola light und freut sich jedesmal, wenn er Eli sieht. Doch seine Flirtversuche scheitern immer, denn Paul versteht die Frauen nicht. Ob er als Held am Herd bessere Chancen hätte? Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen. Paul legt los. Er verbrennt sich die Finger, die Hose und die halbe Küche. Dann lädt er Eli zum Essen ein – und die Flammen schlagen hoch. Ein warmherziger Liebesroman, in dem mehr als nur das Gemüse dampft und die Töpfe überkochen.

Eine romantische Liebeskomödie wie Harry & Sally – aber schneller geschnitten und mit Birnen


304 Seiten

List Verlag

ISBN 9783471350362

14,95€

„Birne sucht Helene“ von Carsten Sebastian Henn ist ein Roman, der weiß, wie unsere Lachmuskeln ticken. Ich war immer am lachen oder hatte mindestens ein breites Grinsen im Gesicht. Das Buch hat keine Kapitel sondern Gänge. Jeder dieser Gänge wird von einer Kontaktanzeige angeführt, welche beim Leser indirekt die Pannen des letzten „Ganges“ Revue passieren lässt.

Es geht um Eli und Paul, welche beide nach Mr. bzw. Mrs. Right suchen und sich dabei immer wieder in die Quere kommen.

Paul ist Angestellter in einer Autozulassungsstelle und hat es täglich mit den unterschiedlichsten Frauen (und Männern) zu tun, unter welchen er stetig nach seine Traumfrau sucht.

Eli ist Angestellte in einer Buchhandlung und tritt in jedes erdenkliche Fettnäpfchen.

Eines Tages (man mag es kaum glauben ;]) kauft sich Eli ein neues Auto. Sie landet bei Paul am Schalter. Sie finden sich sofort sympathisch und Paul bricht das Eis mit einem Bericht über seine Kochkünste (über welche er momentan noch nicht verfügt). Daraufhin hält Eli ihn für schwul und gibt Paul die Handynummer ihres schwulen Freundes „Löschi“. Paul fühlt sich missverstanden, ist aber glücklich über jede Art an Eli heranzukommen.

Er begreift, dass man bei Frauen mit Kochen ganz weit kommen kann und meldet sich nach einer missglückten Kochstunde bei seiner Oma zu diversen professionellen Kochkursen an.

Paul beweist Eli bei einem zufälligen Treffen mit ein paar Küssen (um genau zu sein drei ;]), dass er definitiv nicht schwul ist und er lädt Eli zum Essen bei sich ein. Er vergisst dass Eli Vegetarierin ist und erzählt noch dazu großspurig von seiner Leih-Schafherde. Schlussendlich serviert er ihr weinendes Lamm. Eli ist geschockt, hält Paul für unsagbar grausam und bricht den Kontakt ab.

Er tröstet sich mit Affären, von welchen er denkt, dass sie seine Traumfrau sein könnten und wird immer wieder aufs neue herb enttäuscht.

Sie tröstet sich mit einem reichen Kollegen.

Die Geschichte nimmt ihren Lauf.

Ob Eli und Paul schlussendlich doch noch zusammenfinden und diverse Rezepte erfahrt ihr, wenn ihr den Roman selbst lest, was ich sehr empfehle.

Meine Meinung:

Wie oben schon erwähnt, kam ich gar nicht mehr aus dem Lachen raus. Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und in sich stimmig. Es ist zum Teil tragisch, wie die beiden nach Liebe suchen und sich dabei immer wieder verfehlen. Paul weiß das er Eli liebt, Eli weiß das sie Paul liebt, ABER es fällt den beiden ziemlich schwer zusammen zukommen.

Pauls Art um seine verflossene Liebe Eli zu trauern, sprich mit anderen Frauen anzubandeln, finde ich fragwürdig.

Eli jedoch ist sehr gut zu verstehen und für einen männlichen Autor ziemlich nah dran an der weiblichen Psyche.

Fazit:

Das witzigste und einfühlsamste Buch das ich seid langem gelesen habe. Sehr zu empfehlen.

4 von 5 Sterne

Mein besondere Dank geht an den List Verlag und Vorablesen

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