Kai Meyer – Arkadien erwacht

Schon bei ihrer Ankunft auf Sizilien fühlt sich Rosa wie in einem alten Film – der Chauffeur, der ihre Reisebekanntschaft Alessandro am Flughafen erwartet; der heruntergekommene Palazzo ihrer Tante; und dann die die Gerüchte im zwei Mafiaclan, die seit Generationen verbittert gegeneinander kämpfen, Rosas und Alessandros Familien. Trotzdem trifft sich Rosa weiterhin mit Alessandra. Seine kühle Anmut, seine animalische Eleganz faszinieren und verunsichern sie gleichermaßen. Doch in Alessandro ruht ein unheimliches Erbe, das nicht menschlich ist.


416 Seiten

Carlsen Verlag

ISBN 3551582017

19,90€


Rezension

Auf Bitten ihrer Schwester reist Rosa Alcantara nach Sizilien. Schon auf der Reise trifft sie auf Alessandro. Die beiden haben einen kurzen Wortwechsel und Rosa möchte mehr über ihn erfahren.

Als sie ankommen, wartet niemand auf Rosa, obwohl ihre Schwester ihr zugesagt hatte, sie abzuholen. Alessandro bietet Rosa an, sie nach Hause zu bringen, doch Rosa lehnt ab. Schlussendlich kommt Rosas Schwester dann doch noch.

Die beiden fahren zum Anwesen ihrer Tante, da ihr italienischer Vater kürzlich verstarb.

Auf einer Trauerfeier trifft Rosa Alessandro wieder, was sie freut. Die beiden entfernen sich von der Menge und plaudern. Sie wollen sich wiedersehen und Alessandro lädt sie ein, mit ihm auf einer Jacht auf eine Privatinsel seines Clans zu fahren. Rosa denkt sich nichts dabei und willigt ein.

Rosas Tante verbietet ihr, sich mit ihm zu unterhalten geschweige denn, sich mit ihm zu treffen. Die widerspenstige Protagonistin hält sich aber nicht an das Verbot und flüchtet aus ihrem Fenster um Alessandro zu treffen.

Die beiden werden von einem Pulk gut aussehender Gleichaltriger begleitet, von denen sich einer als furchteinflößender Cousin Alessandros herausstellt. Auf der Insel angekommen schotten sich Alessandro und Rosa von den anderen ab und Alessandro beginnt ein ernstes Gespräch mit Rosa.

Es stellt sich heraus, dass die beiden Mafia-Clans ein übernatürliches Geheimnis haben. Rosa und Alessandro eingeschlossen.  Rosa ist irritiert, nimmt die Nachricht aber gelassen hin. Sie kann es sogar kaum erwarten, dass die übernatürliche Entwicklung bei ihr bald möglichst ausbricht.

Als sie erfährt, dass Alessandro sie nur zu seinem Schutz mitgenommen hat, ist sie verletzt. Denn nach dem Tod seines Vaters, des Clan-Oberhauptes,  strebt nicht nur er nach dem Thron und  innerhalb seines Clans wird nach seinem Leben getrachtet.

Es existiert ein uraltes Konkordat, welches verbietet, ein Mitglied des anderen Clans zu verletzten, geschweige denn umzubringen und so ist Rosa der perfekte Schutzschild für Alessandro.

Meine Meinung

Nach allem, was ich von Kai Meyer kannte, klang „Arkadien erwacht“ für mich nach einer Liebesgeschichte, fast nach einem typischen Frauenroman. Doch was mich erwartete, war ganz und gar nicht normal. Wie langsam und „normal“ die Geschichte begann, so rasant und übernatürlich wurde sie mit der Zeit.

Ich finde die Mischung aus italienischem Flair und übernatürlicher Spannung super. Sie hat mich gefesselt bis mir abends (bzw. nachts ;]) die Augen zu- fielen.

Rosa wächst dem Leser mit ihrer trockenen Art im Laufe der Geschichte sehr ans Herz. Mit einem liebenswerten Dummchen wäre die Geschichte nur halb so spannend und weniger unterhaltsam geworden.

Alessandro verzaubert mit seiner Art, sich trotz der Verbote und der Gefährdung seines Throns für Rosa einzusetzen und sie beschützen zu wollen.

Der schnelle Schreibstil wird noch durch eine große Schrift und reichliche Verzierungen am Kapitelanfang unterstützt. So ist das Buch leider schon an ein bis zwei Tagen durchgelesen.

Fazit

Für alle Kai-Meyer-Fans auf jeden Fall das Richtige. Darf in keinem Bücherregal fehlen. Leider wurde ich anfänglich  nicht so richtig warm mit dem Buch, da ich mir schon Anfangs etwas mehr Spannung gewünscht hatte.

4 von 5 Sterne

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3 Kommentare

Eingeordnet unter Fantasy

3 Antworten zu “Kai Meyer – Arkadien erwacht

  1. Merle

    Toll, toll, toll!
    Ich liebe Kai Meyer! Danke für die Rezi!
    Kussi,
    Merle:)

  2. Und was ist jetzt der Kritikpunkt, wegen dem du nur 4 von 5 Sternen vergeben hast?

    • Tut mir leid, ich habe ihn gleich nachdem ich deinen Kommentar gesehen habe hinzugefügt. Da hab ich wohl ein wenig gehuddelt beim erstellen … 😉

      Liebe Grüße
      Bree

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