Am Ende eines Sommers – Isabel Ashdown

Eichborn Verlag

19,95€

ISBN 3821861207

 

Am Ende eines Sommers

 

Südengland, Ende der sechziger Jahre: Mary und Rachel sind Schwestern an der Schwelle zum Erwachsensein, unbekümmert und süchtig nach Leben. Rachel ist immer ein paar Schritte voraus, doch dann entflieht ausgerechnet Mary, die Jüngere, ihrer Kindheitswelt so vehement, dass ihre Familie sie verstößt und die geliebte Schwester den Kontakt abbricht. Die beiden ahnen nicht, dass sie sich erst viele Jahre später wiedersehen werden. Portsmouth, 1985: Jake ist dreizehn, als seine Eltern sich trennen und er sein Leben selbst in die Hand nehmen muss. Seine Mutter Mary ist eine liebevolle, aber tief verletzte Frau, sein kleiner Bruder ist eine Nervensäge. Doch Jake lässt sich seine Träume nicht nehmen: Er trägt Zeitungen aus, spart für eine Hi-Fi-Anlage, verknallt sich in seine junge Lehrerin – und als dann plötzlich seine Tante Rachel auftaucht, von deren Existenz Jake gar nichts wusste, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Doch mit Rachel kehrt auch ein lang gehütetes Familiengeheimnis zurück…

Der Roman wird aus der Sicht zweier Mitglieder der Andrews erzählt. Mutter Mary tritt in unser Sichtfeld als sie 10 ist, aus Sohn Jakes Perspektive wird erzählt seit er 13 ist. Es werden sehr viele kleine bzw. große Zeitsprünge gemacht, weshalb die Zeit schnell vergeht.
Dieses Werk ist der Debütroman Isabel Ashdowns. Er handelt von den beiden Schwestern Mary und Rachel. Sie standen sich einmal sehr nahe, doch mittlerweile haben sie den Kontakt aufgrund von Unausgesprochenem und Geheimnissen abgebrochen. Als Mary ihre große Liebe Bill heiratet, brechen auch ihre Eltern mit ihr und lassen sie mit ihrem Mann und ihren drei Kindern Matt, Jake und Andy zurück. Mary verfällt dem Alkohol und auch Bill zieht sich zurück. Die Familie ist bei einem Tiefpunkt angelangt. Doch als der Kontakt zu Rachel sich langsam wieder aufbaut, scheint sich alles sich zu bessern.

 

Der Roman lies mich  nachdenklich zurück. Eine alkoholsüchtige Mutter, ein Wochenendvater, all das hatte ich nicht erwartet, von einem Roman mit einem solch fröhlichen Titel wie „Am Ende eines Sommers“. Sommer ist für mich eine Assoziation für Freude, Wärme und Geborgenheit. Auch das Cover lies mich von anderem ausgehen, als einer tragischen Familiengeschichte, die den Leser auf den harten Boden der Tatsachen zurückholt.

 

„Am Ende eines Sommers“ hat man sicher nicht am Ende des Sommers durch, da es keine leichte Ferien- bzw. Strandlektüre ist. Es passt so gar nicht in die fröhliche Sommerzeit, sondern eher in die dunkle Jahreszeit, in welcher man sowieso etwas nachdenklicher ist und sich aufgrund eines Buches mehr Gedanken macht.

Großartige Autorin, sehr gutes Buch mit einem Ende wie der Roman es vorschreibt. Einziger Kritikpunkt die schnellen Zeit- und Perspektivwechsel die einen ziemlich ins schleudern bringen können

4 von 5 Sterne

 

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